Dienstag, 28. August 2018

Fokuswechsel


Der Zufall wollte, dass ich heute eine längere Mittagspause machen konnte. Für mich war es naheliegend, dass ich an diesem wunderbaren Spätsommertag raus ins Grüne in das nicht allzu weit entfernte Bio-Bad wollte. Beim langsamen und erholsamen Schwimmen hatte ich Gelegenheit, die wunderbar pastellfarbigen Seerosen zu betrachten. Ja, da stehen sie alle mit dem Wasser bis zum Hals. 

- Wie schön wäre es, wenn wir Menschen, falls wir mal das Gefühl hätten, dass uns „das Wasser bis zum Hals“ steht, ebenfalls den Blick zur Sonne wenden oder die Bienen und Libellen einfach für einen Moment betrachten könnten. Könnte uns dies eventuell einen kleinen Moment der Entspannung schenken? Oder für eine Gedankenpause sorgen, so dass eine vielleicht unerwartete Idee oder Lösung für das Wasser-bis-zum-Hals-Gefühl entstehen könnte? …

Ich schwamm weiter, „im Wasser bis zum Hals“, und kam auf die Idee, meinen stillgelegten Blog wieder zu aktivieren.


Dienstag, 31. Dezember 2013

Neues...

Bald fängt das neue Jahr 2014 an.
Einige von uns haben ganz tolle und ehrenwerte Vorsätze, die per 1.1. umgesetzt werden wollen. Einiges gelingt, einiges bleibt beim Alten. Es ist auf jeden Fall eine Gelegenheit zu überlegen, was man im neuen Jahr angehen möchte. Mit jedem Tag wird es draussen heller, die Agenda bietet noch Platz für Vieles, nur - angehen und machen müssen wir selber: Lernen, erleben, kennenlernen, sehen, üben, verfeinern, ja sogar das Sein-Lassen will geübt sein. Deshalb gebe ich diesen Blog jetzt eine kleine Pause, - damit anderes entstehen kann....
Alles Gute im neuen Jahr!

Montag, 21. Oktober 2013

Gute Pflege!

Der Zufall wollte, dass ich ins Spital musste. Zwar war ich nur 36 Stunden als Patientin dort, aber die hoch kompetente und gleichzeitig liebevolle Betreuung, Pflege und Zuwendung der Pflegefachfrauen auf der Station haben mir enorm gut getan! Diese Frauen machten ihren Job meisterhaft, nicht nur, weil sie fachkompetent waren, sondern weil sie alle etwas Wesentliches erkannt und umgesetzt haben: Wer sich wohl und willkommen fühlt, gesundet schneller. Auch wenn dies nichts Neues ist, es darf daran erinnert werden, dass Psyche, Geist und Körper zusammenspielen, einander brauchen, um im Gleichgewicht zu sein.
Spitalaufenthalte sind Ausnahmesituationen und können belastend sein. Wer Vertrauen in Pflege und Ärzteschaft haben kann, ist weniger gestresst, das Immunsystem weniger belastet, das Gesundwerden darf im Zentrum stehen. Was denn sonst?

Montag, 30. September 2013

Sich entscheiden

"Entscheiden im Supermarkt der Möglichkeiten"
Jeder von uns muss sich hin und wieder entscheiden. Mal geht es um Alltägliches, dann wieder Persönliches, oder es geht um wichtige Entscheidungen für die Zukunft. Ab und an ist es ganz klar, ob wir dieses oder jenes wollen oder nicht. Ab und zu ist dies aber absolut nicht klar.

Wer Lust hat, die Mechanismen und Grundlagen hinter den Entscheidungsstrukturen besser kennen zu lernen, oder schlicht sich selbst auf die Schliche kommen möchte, dem ist wärmstens empfohlen, die Ausstellung „Entscheiden“ im Stapferhaus Lenzburg zu besuchen. Gut und pfiffig, interessant und lehrreich, nachdenklich stimmend und unterhaltsam zugleich, lohnt sich dieser Ausflug. Mit einer Arbeitskarte in der Hand gibt es verschiedene Stationen, wo wir uns entscheiden dürfen. Das ausgewertete Resultat wird einem nach dem Rundgang an der Kasse ausgehändigt. 

Selten sind 2 Stunden so schnell vorbei gegangen.   

Donnerstag, 4. Juli 2013

Wenn die Wertschätzung fehlt

Immer wieder höre ich die ähnlich traurig erstaunte Enttäuschung, sowohl in der Praxis wie auch im Freundeskreis: Was ist passiert, dass es für viele Mitmenschen so schwierig geworden ist, die „Zauberwörter“ Danke, Entschuldigung, Äxgüsi, Grüezi, Merci, Tut mir leid, Guten Morgen usw. auszusprechen, ja überhaupt daran zu denken, dass diese Worte Wunder wirken können.
Jemand lädt zum Fest ein und die wenigsten halten sich an die Anmeldefrist, geschweige denn sagen auch Danke für die grosse Mühe oder überhaupt danke dafür, dass sie mitfeiern und geniessen durften.
Jemand muss ins Spital, und keine Arbeitskollegen erkundigen sich, wie es dem erkrankten Kollegen geht. Auch der Chef schickt keine Genesungs-wünsche in die Reha.
Jemand stellt eine Rechnung für eine Dienstleistung aus. Diese wird ohne Entschuldigung und Erklärung erst Wochen und Monate nach der Frist beglichen, wenn überhaupt...
Jemand sucht sorgfältig ein Geschenk aus oder sendet einen Kartengruss zum Geburtstag. Wenn keine Reaktion kommt, entsteht zuerst die Sorge, ob der Empfänger überhaupt etwas erhalten hat. Beim vorsichtigen Nachfragen wird erstaunt bestätigt, dass die Post selbstverständlich schon da ist. Die Enttäuschung der Gebenden ist die Ernte.  
Und so weiter und so fort.

Auch in der neusten Ausgabe Nr. 27 der Coopzeitung unter der Rubrik „Lebensberatung“ taucht diese Frage auf. Die Beraterin relativiert das Problem und meint, es könnte mit geringem Selbstwertgefühl des Gegenübers zu tun haben, wenn die höfliche Reaktion fehlt.
Egal, womit es zu tun hat, ich denke, wer verletzt und enttäuscht ist, darf und sollte dies unbedingt ansprechen. Mit den berühmten Ich-Botschaften lässt sich zuerst mit der Selbstoffenbarung (z.B.: „Ich fühle mich verletzt, wenn du ….. unterlässt / nichts sagst / keine Reaktion zeigst“) gefolgt von einem Verhaltenswunsch (z.B. „Ich würde mich freuen, wenn ich eine persönliche Reaktion bekomme / wenn du absagen würdest, anstelle von nur Fernbleiben“). Ob dieser Wunsch in Zukunft befolgt wird, ist nicht garantiert. Die Verletzung ist aber mitgeteilt, der Ball ist nun bei der Person, die tatsächlich etwas besser machen könnte. Wenn sie es (lernen) will.

Es bleibt die Wahl: Welches Verhalten wollen wir ertragen? Was lassen wir zu? Fühle ich mich wohl dabei? Falls ich unzufrieden bin, bleibt mir entweder das Ansprechen oder das Seinlassen.
Wir haben die Wahl!

Samstag, 29. Juni 2013

Lebensfreude im Aargauer Kunsthaus

www.aargauerkunsthaus.ch
Zur Zeit (bis 11.8.2013) läuft eine hochinteressante Ausstellung im Kunsthaus Aarau„Rhythm in it. Vom Rhythmus in der Gegenwartskunst“.
An diesem regnerischen Samstag war es grad passend reinzuschauen. Die Ausstellung ist vielseitig, sie besteht aus sich bewegenden und Laut gebenden Objekten wie Metronome oder Trommeln, oder solchen, die die Besucherin selber betätigen darf, bis hin zum visuellen Rhythmus in der bildenden Kunst. Die vielen Videos dazu beleben das Ganze in einer anregenden und einladenden Art und Weise. Insbesondere der Film 'Dancer' (2011) von Dara Friedman hat mich angeregt. Unterschiedlichste Menschen zeigen hier verschiedenste Tanzstile vor, mitten im öffentlichen Raum in Miami, Florida. Erkennbar ist die gemeinsame Freude am Tanzen und die Fähigkeit, ihren Rhythmus zu finden und umzusetzen, Lebensfreude pur!

Samstag, 8. Juni 2013

Des Fahrrads Poesie

In einer dunklen Ecke unter der Treppe stehen viele Fahrräder. Nur selten findet ein Sonnenstrahl den Weg dorthin, aber heute stand die Sonne wieder mal im richtigen Winkel. Dieser eine Sonnenstrahl heute wurde von einem dort parkierten Herrenfahrrad so elegant aufgefangen und wieder reflektiert, dass die ganze Aufmerksamkeit der Betrachterin nur bei diesem kunstvollen Spektrum aller Farben bleiben konnte.